Meine Wünsche an das Jahr 2012. Und an mich. Und andere…

Die berühmt-berüchtigten Tage „zwischen den Jahren“ sollen wir bekanntlich dazu nutzen, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und daraus Erkenntnisse und Schlüsse für das neue Jahr zu ziehen. Beruflich und privat. Privat entstehen daraus die „guten Vorsätze“, wie gesünder leben und mehr Sport treiben, an denen man allzu oft kläglich versagt. Stattdessen könnte man versuchen, sein Glück – und das anderer – zu mehren. Beruflich kann man sich neue Ziele setzen. Sie mit Energie voranzutreiben, ist „alternativlos“ (mein Lieblingswort 2011).

Neue Ziele müsste ich mir beruflich nicht mehr unbedingt setzen. Zumindest erwartet das niemand von mir. Manche wären insgeheim froh, wenn ich mich in Zukunft etwas mehr aus dem Media- und Medien-Business raushalten würde. Andere würden genau das vermissen. Man kann es halt nie allen Recht machen…

Golf spielen ist nicht mein Ding. Ich habe mir stattdessen für 2012 viel vorgenommen.

Unser „Kreativer Denkpartner und Ideengeber“ Warum Wippt Der Fuß? http://warum-wippt-der-fuss.com/ geht ins zweite Jahr. Mit großen Projekten und noch viel mehr Ideen.

Mit Ralf Schwartz habe ich im letzten Jahr @CraftnVision als Agenturberatung gegründet. Und mit zehn weiteren Mit-Gründern The Third Club http://www.thethirdclub.de/gruender/41/schwerpunkte_2012/[http://www.thethirdclub.de/gruender/41/schwerpunkte_2012/].

Mit Plural http://www.plural-mediaservices.com/[http://www.plural-mediaservices.com/] bereiste ich letztes Jahr Kurdistan im Irak und Libyen und startete dort zahlreiche Medienprojekte, die wir weiter begleiten. 2012 stehen erneute Reisen nach Kurdistan und Libyen an, dazu kommen Reisen nach Tunesien und in den Süd-Sudan, in das jüngste neue Land auf unserem Planeten.

Mit meinem Blog bei Posterous http://www.posterous.com/ufomedia[http://www.posterous.com/ufomedia] bin ich mehr als zufrieden. Fast 19.000 Menschen lasen seit letztem Februar meine Posts, die es im Schnitt auf über 1.600 Views bringen. Danke, das spornt an, weiterzuschreiben.

Kolumnen bei Wirtschaftwoche http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/werbesprech-internet-schielt-auf…[http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/werbesprech-internet-schielt-auf-joghurts/5873828.html], neuerdings auch Absatzwirtschaft http://www.absatzwirtschaft.de/content/communication/news/2012-gibt-es-unter-…[http://www.absatzwirtschaft.de/content/communication/news/2012-gibt-es-unter-den-medien-praktisch-nur-verlierer;75574] und „Koch unterwegs“ http://www.planus-media.de/dws/2/seite/437/AktSeite124/3/aktuelles/index.shtml[http://www.planus-media.de/dws/2/seite/437/AktSeite124/3/aktuelles/index.shtml] halten mich gut auf Trab. Ebenso wie mein Lehrauftrag an der FH Gelsenkirchen, den ich nicht missen wollte.

Meine Herausgeberschaft beim People-Magazin Clap („Für Neugierige, Eitle und Schadenfrohe.“) http://www.clap-club.de/[http://www.clap-club.de/] erfordert ein wenig mehr, als nur jeden Monat eine Kolumne zu schreiben: Clap ist mir eine Herzensangelegenheit, deren nachhaltiger, publizistischer Erfolg die Branche auch im fünften Jahr begeistert.

Wenn dann wieder ein paar eigene Mediaberatungsprojekte für tk-one dazukommen, die für die nötige Bodenhaftung sorgen… dann bleibt kaum Zeit, das Buch fertigzustellen, das halbfertig auf meinem Schreibtisch liegt. Es besteht aus zahlreichen Anekdoten aus meinem Berufsleben, die ich bislang für mich behalten habe, die aber (so hoffe ich) für jeden, der in der Medien- und Media-Branche arbeitet oder sich gar selbständig machen will, Erkenntnisse und Impulse bietet. Dazu viele Schmunzler und noch mehr Ironisches, reichlich Selbstkritik und noch mehr Kritik an der Welt, in der wir arbeiten. Es wird 2012 fertig.

Ich freue mich auf 2012. Es wird ein sehr aufregendes Jahr. Es wird wirtschaftlich nicht ganz so grandios, wie unsere Wirtschaftsweisen uns derzeit weismachen wollen. Es wird für viele Marktteilnehmer in unserer Branche zu weiteren Einschnitten führen.

Die Werbeagenturen müssen lernen, nicht blind ihren Auftraggebern zu gehorchen, sondern den Endverbrauchern zuzuhören. Weil sonst der Erfolg ihrer Kampagnen noch mehr leidet, die Werbekunden noch mehr Aufträge abziehen. Und ihr Glück in der Crowd suchen.

Die Mediaagenturen müssen von ihrem hohen Ross herunter. Sie haben eine Aufgabe, die über die eigene Profit-Maximierung hinausgeht. Sie müssen lernen, wieder Dienstleister zu sein. Dienstleister ihrer Kunden und „Versteher“, nicht „Nerver“ der Endverbraucher. Sie müssen das Vertrauen ihrer Kunden wiedergewinnen. Sonst fliegen ihnen ihre Trading-Modelle mitsamt Profit gehörig um die Ohren.

Die Werbekunden müssen lernen, dass man der Zukunft des Marketing mit Gespür und Visionskraft begegnen muss. Dass ROI und „number crunching“ noch keine Marke erfolgreich gemacht hat. Und dass schlecht bezahlte Agenturen schlechte Arbeit abliefern.

Die Medien müssen lernen, mit der Digitalisierung unserer Welt umzugehen. Die klassischen Medien müssen sich wieder auf ihre Stärken besinnen. Und offenbar völlig neu lernen, sie zu vermarkten. Und die digitalen Medien müssen lernen, ihr Produkt vernünftig zu verkaufen, bevor sie es endgültig verramschen.

Es wird ein aufregendes Jahr. Es kann ein sehr gutes Jahr werden…
 
 
 
 

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